Nachhaltig individuell gedruckt – die Macht der Worte
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Nachhaltig individuell gedruckt – die Macht der Worte

02/2016
Jürgen Zietlow

Sind Drucksachen, die individuell hergestellt werden, also nicht industriell gesammelt produziert werden können, Individualdruck? Was sind Web-to-Service, optische Haptik oder das NO-Label? Wie geht nachhaltiges Design und warum ist individuell oft auch nachhaltig? Das neue Fachmagazin MEDIEN kann mit Spannung erwartet werden.

Was ist eigentlich Individualdruck und warum ist die Abgrenzung zum sammelbaren System- oder Standarddruck so wichtig? Wie geht nachhaltiges Design und was ist der Unterschied zwischen Grafik-Design und einer kreativen Architektur? Mit unserem neuen Fachmagazin, gehen Sie mit uns auf eine Reise und erleben die unbegrenzten Möglichkeiten von nachhaltigen und/oder individuellen Drucksachen.

Sie sind Kreativer oder Designer? Druckdienstleister, Vermittler von kreativen Dienstleistungen? Oder Sie liefern die Königsdisziplin? Vollumfängliche Kreativarchitekturen, nicht nur das Grafikdesign? Dann schneidern wir Ihnen das nächste Fachmagazin MEDIEN auf den Leib. Nachhaltig individuell: Wir sprechen über Verantwortung, die Schönheit von Print, Nachhaltigkeit. Image.

Was ist eigentlich Individualdruck (Funktionaler Druck)?

Was genau Individualdruck ist, wird unterschiedlich definiert. Beschreibt dieser Begriff schon die Einzelstückindividualisierung eines ansonsten standardisiert produzierten Druckwerks, z. B. durch Personalisierung, Adressierung etc.? Oder findet sich die Abgrenzung dieser Begrifflichkeit darin, dass Individualdruck all das nicht ist, was industriell und automatisiert auf Bogen gesammelt und standardisiert versandfertig produziert wird?

Wir haben uns bei der Verwendung des Begriffes „Individualdruck“ ausnahmsweise einmal am Mainstream orientiert. Digital veredelte Druckwerke sind Individualdruck, teils auch als Funktionaldruck (z. B. Strukturierung und Veredelung von Oberflächen,  Verarbeitung einer wachsenden Palette von Materialien und Fluiden, Druckprodukte mit einer optischen, elektrischen oder mechanischen Sonderfunktion etc.) bezeichnet. Egal, ob nur nachträglich veredelt (hybride Druckproduktion, Teilindividualisierung) oder vollständig individuell einzeln gedruckt, z. B. auch im Offsetdruck. Personalisierungen, egal ob Adressen, Geodaten oder sonstige Einzigartigkeiten, sind demnach auch Individualdruck – aber besser bekannt als Personalisierung oder Einzelstückindividualisierung, quasi als Subline-Begriffe unter der Headline „Individualdruck“.

Schon der Abgrenzung zuliebe: Der Sammel- oder Systemdruck hat ein gewaltiges Marktgewicht. Onlineprint, Internetdruckerei, Standard-, Sammel- oder Systemdruck sind gängige Begriffe und in aller Munde. Der Preis ist heiß: Anbieter solcher Drucksachen grenzen sich heute ausschließlich durch die Druckpreise ab. Qualität, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit: Überall auf gutem Level.

Regelmäßig laden wir Gäste von Verbänden, aus der Politik und der Industrie ein, sich zum Fachmagazin zu äußern – über Interviews, Kommentare oder Grußworte.

Die Macht der Worte – eine klare Abgrenzung

Dieses Systemdruck-Modell funktioniert gut und greift tief in die Welt klassischer Druckerzeugnisse ein und: bereitet kleineren Druckereien Kopfschmerzen. Den Druckereien nämlich, die da mangels Auftragsvolumen und Automations- bzw. Prozessoptimierungstiefe nicht mithalten können. Was bleibt? Eine klare Abgrenzung, die mehr als nur ein Begriff ist: Individualdruck!

Die Produktionen vieler klassischer Druckereien (nebst Dienstleistungen) grenzen sich häufig über das Versprechen ab, maßgeschneiderte und teils sehr individuelle Drucksachen zu erstellen und dabei auch Extrawünsche des Kunden zu erfüllen. Produkte also, die im Sammeldruck nicht zu haben sind und meistens mit exzellenten Services gekrönt werden.

Alles, was eine oder mehrere individuelle und nicht sammelbare Komponenten aufweist (egal, ob hybride ergänzt oder nicht), wird häufig auch als Individualdruck oder gelegentlich auch als Teilindividualdruck bezeichnet. Komponenten, die für viele Kunden ganz besonders wichtig sind.

Kreative Architektur versus Grafikdesign

Der Offlinewerbemarkt ist gerade als Ursache von Discountpreisen mit besonders günstig und im Sammeldruck produziertem Papier geflutet. Wer diese Papierwand in Richtung seiner Kunden durchdringen muss, z. B. da es um Responsequoten geht, weiß: An einer Re-Emanzipierung bei der kreativen Erstellung geht kein Weg vorbei und somit auch kein Weg am Individualdruck.

Für den Fall genügt der Einfluss einzig auf das Grafikdesign nicht aus. Doch mehr als diese Komponente lässt sich im günstigen Sammeldruck via Onlinedruckshop selten forcieren, abgesehen von fixen Formaten oder standardisierten Formen. Emanzipierte Kreative wollen (und müssen) die gesamte Kreativitätssteuerung übernehmen – nicht nur das Grafikdesign oder ggf. noch die Option Lack: ja oder nein.

Ihnen genügt der Bewegungsraum eines Autoscooters nicht. Sie wollen sich abseits der stark begrenzten gestalterischen Kreativräume frei bewegen, die sie als Preis für den guten Preis im Sammeldruck zahlen. Umfängliche Funktions- und Kommunikationskonzepte lassen sich ansonsten kaum kreieren. Keine Gesamtarchitekturen also, mit grenzenlosen Spielräumen bei den Formatierungen, den bedruckten Materialien und Papiersorten. So auch keine Botschaften und Messages, die sich gerade durch besondere Veredelungen wie unterschiedlichste Lacke, Prägungen, Rubbelfelder, Duftelemente und vieles weitere mehr, stark pointieren lassen. 

Das Schwerpunktthema "Nachhaltige Medienproduktion", ergänzen wir in der aktuellen Ausgabe unseres Fachmagazins durch das spannende Thema des Individualdrucks. Wir besuchen Druckereien, interviewen Verantwortliche und zeigen, wie nachhaltiges, individuelles Design von professionellen Agenturen umgesetzt wird.

Wortgewordenes Gegenmodell zum Automaten- und Sammeldruck

Solch grenzenlose Gestaltungsspielräume passen kaum zu einer restriktiven Druck- oder Vertriebsautomation. Diese abgrenzende Begrifflichkeit „Individualdruck“ hat das Zeug, zum wortgewordenen Gegenmodell zu prozessoptimierten Sammeldruckformen – gar zu einer schwergewichtigen und leicht verständlichen Abgrenzung zum automatisierten Massendruck zu werden.

Braucht der Printbuyer also Zugriff auf das gesamte Kreativcockpit, ganz ohne ein kreatives Korsett beim günstigen Sammeldruck und hegt sehr spezielle Wünsche, stößt das Systemdruckverfahren an seine durch Automationsprozesse selbst gesteckten natürlichen Grenzen und verliert die Verwirklichung seines  prozess- und volumenbasierten Preisvorteils.

Schon bei der Produktion einer Standardbroschüre mit 80 Seiten, Rückendrahtheftung, 20.000 Mal auf Standardpapier gedruckt, granulieren sich die Vorteile des Sammeldrucks erheblich.

Der Preis des guten Preises

Lesen Sie im aktuellen Magazin, wie diese Individualdrucker das Thema angehen und beschreiben. Wie sie den Unterschied kommunizieren und sich zu Wagenburgen zusammenschließen, um ihre Alleinstellungen zu propagieren. Welche Produkte sie offerieren – und warum Prozessoptimierungen des Produktionsworkflows auch in dieses Segment Einzug gehalten haben.

Sie erfahren, warum und wie Individualdruckereien abseits von Vertriebsautomation zudem auf sehr individuelle Beziehungen zu ihrer Kundschaft setzen und welche Vorteile sich daraus für Printbuyer ergeben. Was ist Service? Wagen wir auch hier eine Differenzierung zwischen dem automatisierten Prozess-Service und einem persönlich nahen, tiefgreifenden Beziehungsmanagement zu Topkunden, welches sich weder heute noch in 20 Jahren derart automatisieren lässt.

Werfen Sie mit uns einen Blick auf die Sprache. Wir diskutieren über die Macht von Begriffen und fragen Experten wie z. B. Rüdiger Maß, Fachverband Medienproduktioner e. V., auch um Worte besser einzuordnen und eine Sprache entstehen zu lassen.

Worte sind Orte

Begriffe sind so einfach zu verstehen wie Bilder, nur präziser. Neben Individualdruck auch die Begrifflichkeit „No-Label“ z. B. oder „optische Haptik“ aus unserer Wortschmiede, ebenso wie der „Nährwert“ von Drucksachen. Oder die „kreative Architektur“, die bis dato eher für Architekten galt. Richtige Architekten, weniger für kreative Agenturen, selbst für die nicht, die gerade nicht nur Grafikdesigns können, sondern noch (oder endlich wieder) wissen, wie ein brillant veredeltes und formatiertes Druckwerk gestaltet und vollumfänglich formatiert wird.

Wir hauchen dem Begriff „Kreativarchitektur“ Leben ein, zeigen, wie das praktisch aussieht. Auch, warum Individualdruck per se häufig nachhaltig ist oder nachhaltige Drucksachen häufig auch sehr kreativ sind. Wir bewegen uns entlang der Küstenlinie standardisierter Drucksachen und fahren gedanklich mit Ihnen hinaus aufs Meer, um in die Tiefsee des Individualdrucks einzutauchen.

Web-to-Service, unser Über-Begriff für Dienstleistungen über das Internet, ergänzt unsere bisher gültige Kreation „Web-to-Publish“, ein Begriff, der es schon weit gebracht hat und heute quasi von allen Experten und Autoren verwendet wird, denn Web-to-Print greift meistens viel zu kurz. 

Das neue Fachmagazin erscheint in einem neuen Layout.

Wer hätte das gedacht: Durch explodierte Preise im Onlinemarketing und den vielerorts falsch gedachten Zwang, Marketingbudgets nur ziel- aber nicht preisorientiert zu investieren, erlebt die Druckbranche eine Renaissance, die so bedeutungsvoll wird wie einst der internet- und prozessoptimierte Sammeldruck, der seine zufriedenen Kunden längst gefunden hat – trotz aller Gestaltungsgrenzen.

Klicken Sie auf das Bild, um unsere Mediadaten einzusehen. Ob als Kreative, Zulieferer, Medien- oder Druckdienstleister. Da MEDIEN nur einmal jährlich mit diesem Themenschwerpunkt erscheinen, werden die Fachmagazin intensiver gelesen sowie häufiger archiviert und geteilt.

Das Magazin wird sich einige Tage verspäten und erscheint Mitte Mai. Für weitere Fragen dazu wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion: 040 60 94 6565-0, redaktion(at)druckdeal.de. Nähere Informationen zum aktuellen Fachmagazin finden Sie in unseren Medien-Informationen.


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