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Die Idee macht die Drucksache

01/2016
druckdeal.de

Täglich prassen Hunderte Werbebotschaften auf uns ein. Im Minutentakt werden wir mit neuen Reizen, Angeboten, Preisnachlässen und Sonder-Sonderangeboten überflutet. Während wir das nächste Highlight gierig auf dem Smartphone herbeiwischen, vermögen uns gerade Drucksachen sehr häufig zu interessieren.

Schon eine einfache Formstanzung kann gelegentlich den Ausschlag geben, wenn es um Aufmerksamkeit beim Empfänger geht. Natürlich kann Individualdruck weit mehr als das leisten, denken wir an die freie Wahl der Papiersorten oder Bedruckstoffe, die Breite Palette von Veredelungsmöglichkeiten, Funktionen usw.

Eine Vorlage für die Druckerei zu erstellen, dass trauen sich mittlerweile viele zu, selbst dann, wenn sie selber nicht designen können. Notfalls bedient man sich bei einem der vielen Web-to-Print-Angebote auf den Websites diverser Onlineprinter, wählt ein Motiv aus, individualisiert es und schon ist eine einigermaßen professionell anmutende Drucksache fertig. 

Gar nicht abwertend gemeint, sind solche Drucksachen von der Stange dennoch Standard, der nicht selten im gedruckten Einerlei untergeht, selbst wenn Druck, Design und Inhalte gut miteinander korrespondieren.

Was soll meine Drucksache erreichen?

Anwälte, Notare, Finanzberater oder Ärzte treten designtechnisch dann eher seriös und gediegen auf, die Musikszene hat ebenfalls Ihre Designcodes, denken wir an Techno, Schlager oder Hip-Hop und selbiges gilt auch für andere Branchen, wie z. B. Handwerker etc.

Sehr häufig erfüllt Print in diesem Fällen eine rein praktische Funktion der Informationsübermittlung. Häufig stellt sich jedoch prinzipiell die Frage, warum im Zeitalter digitaler Informationskanäle Print überhaupt noch erwogen wird. So ist eine Visitenkarten im Grunde genommen obsolet, hat doch jeder Unternehmer eine eigene Internetseite.

Die meisten Drucksachen sind Werbung

Doch selbst, wenn es sich um schnöde Geschäftspapiere handelt, beispielsweise um Rechnungen oder Anschreiben, soll Print werben und eine gewisse Botschaft überbringen. Ein Image transportieren oder das Leitbild unterstreichen. Viele Drucksachen sollen also im Prinzip die individuellen Attribute des Absenders unterstreichen und auffallen, also in irgendeiner Wiese anders sein. Es bleibt skurril, warum das immer noch so selten passiert. Mut zur Lücke!

So perfekt Druckvorlagen dann anmuten und auch gedruckt wurden: Gerade wenn sie tatsächlich für mehr nützen sollen, als eine am Designcode angepasste Message zu überbringen, sind Ideen gefragt, die vom Mainstream abweichen. Nur so lässt sich die Responsequote steigern, was die Druckkosten bei Gelingen quasi egalisiert.

Individualdruck bietet zahllose Ausdrucksmöglichkeiten

Um aufzufallen und in Erinnerung zu bleiben, öffnen sich besonders beim Individualdruck gleich mehrere Türen auf dem kreativen Korridor. Individualdruck lässt nicht nur in Bezug auf das Grafikdesign individualisieren. Kreative können hier ein Ensemble aus Grafikdesign, dem Material, diversen Veredelungen, Sonderformaten, Funktionen und weiteren Attributen wie Umweltlabels erstellen. So entsteht ein kreatives Gesamtwerk, das dem Werbeauftrag quasi mit allen Sinnen gerecht wird.

Solche individuell gedruckten Werbungen verfehlen ihre individuelle Wirkung nicht. Dabei müssen gar nicht immer gleich alle Register des riesigen Individualisierungs-Spektrums gezogen werden. Manchmal genügt schon eine pfiffige Idee, z. B. eine Formstanzung. Ein schönes Beispiel liefert dieses Projekt, das von einer Agentur aus Kolumbinen für einen Zahnarzt kreiert worden ist.

Design des kolumbianischen Designstudios Hobby Creativos.

Auch bei Standarddrucksachen originell und individuell bleiben

Wer sich einen Kreativen nicht leisten kann oder will, kann trotz der üblichen Codes für Papiersorten und Formate, die sich in vielen Onlineprintshops kaum unterschieden, pfiffige Ideen auffällig in Szene setzen. Ein schönes Beispiel liefert die Agentur Amelung Design aus Hamburg.

Das Abheften von Geschäftspapier als Interaktion zwischen der Drucksache und seinem Empfänger. Bild: Amelung Design.

Die Kreativen aus der Hansestadt hatten ein gutes Gespür für ihren Kunden aus der Piercingbranche. Die Botschaft: Piercen geht auch ohne Schmerzen – egal ob durch Zunge, Nase, Ohren, Augenbraue oder Oberlippe. Dieser Effekt wird beim Abheften eines Dokumentes durch die Interaktion zwischen Briefbogen und Empfänger quasi direkt erlebbar, so die Kreativen aus Hamburg.

Briefbogen für ein Piercingstudio. Bild Amelung Design.

Auf diese Weise können selbst normale Drucksachen wie Geschäftspapiere zur Imagebildung und mit einem starken Erinnerungswert erstellt werden. Manche Ideen sind tatsächlich gold wert und meistens waren es dann professionelle Kreative, die sich das Lob und hoffentlich auch ein gutes Honorar redlich verdient haben.

Unendliche Schmerzen? Nicht bei Endless Pain. Abgeleitet aus dem Markennamen zeigen unsere Briefbögen, wie piercen auch schmerzfrei funktionieren kann. Ob Zunge, Nase, Ohr, Brustwarze, Oberlippe oder Augenbraue – durch das einfache Betätigen eines Lochers werden die gezeichneten Illustrationen aktiv „gepierct“.
Unendliche Schmerzen? Nicht bei Endless Pain. Abgeleitet aus dem Markennamen zeigen unsere Briefbögen, wie piercen auch schmerzfrei funktionieren kann. Ob Zunge, Nase, Ohr, Brustwarze, Oberlippe oder Augenbraue – durch das einfache Betätigen eines Lochers werden die gezeichneten Illustrationen aktiv „gepierct“.
Unendliche Schmerzen? Nicht bei Endless Pain. Abgeleitet aus dem Markennamen zeigen unsere Briefbögen, wie piercen auch schmerzfrei funktionieren kann. Ob Zunge, Nase, Ohr, Brustwarze, Oberlippe oder Augenbraue – durch das einfache Betätigen eines Lochers werden die gezeichneten Illustrationen aktiv „gepierct“.
Unendliche Schmerzen? Nicht bei Endless Pain. Abgeleitet aus dem Markennamen zeigen unsere Briefbögen, wie piercen auch schmerzfrei funktionieren kann. Ob Zunge, Nase, Ohr, Brustwarze, Oberlippe oder Augenbraue – durch das einfache Betätigen eines Lochers werden die gezeichneten Illustrationen aktiv „gepierct“.


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