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Querdenkermarketing

Die Idee macht das Guerilla-Marketing

12/2015
druckdeal.de

Auffallen ist alles im Marketing. Diese Weisheit ist so alt wie die Menschheit selber. Guerilla-Marketing ist nach wie vor ein freches Mittel um aufzufallen. Das geht sogar häufiger als gedacht auch mit Drucksachen.

Guerilla-Marketing lebt immer von einer atemberaubenden Idee, die Aufmerksamkeit erregt – dabei müssen gute Ideen nicht viel kosten.

Werbespots wie „Ich bin doch nicht blöd“ oder der kĂŒrzlich erschienen virale Hit des Spots fĂŒr EDEKA, in dem ein Vater seinen Tot zu Weihnachten vortĂ€uscht, damit ihn seine Familie endlich einmal wieder besucht, zeigen die Wucht, die virales Marketing erreichen kann. Die SchĂ€tzungen ĂŒber die Zahl der Aufrufe des EDEKA-Spots gehen in Richtung 100.000.000 (Hundertmillionen!) Sichtungen. Was fĂŒr ein Erfolg!

Gedruckte Alternativen zum viralen Marketing

Wer sich das nicht leisten kann, versucht es entweder mit Guerilla-Marketing oder alternativ, wenn es gleich mehrere Tausend EmpfĂ€nger sein sollen, mit raffiniert veredelten Drucksachen. Die wirken fĂŒr den entscheidenden Augenblick schon deutlich besser als 08/15-Druckwerke oder digitales Gießkannen-Marketing Ă  la SEM mit teils hauchdĂŒnnen Konversionen. Wie wichtig veredelte und individuell konzipierte Drucksachen gerade dann sind, wenn eine Marketingkampagne auf Responsequoten abzielt, zeigen auch folgende Artikel:

-    Digitaldruck vs. digitales Marketing
-    Responsecheck: Hochwertige Drucksachen zahlen sich aus

Emotional Selling

„Besonders emotionale Werbung war und ist geeignet, virale Treffer zu landen. Nach dem Thema Emotionen, die sowohl traurig und berĂŒhrend als auch besonders lustig, gruselig oder ekelig sein können, kommt das Thema Erotik an zweiter Stelle. Besser: Erotik kam an zweiter Stelle.

Der Werbespot von EDEKA hat alle Rekorde geschlagen. Alleine auf einem Kanal auf youtube wurde der Spot über 40.000.000 Mal gesichtet und in den sozialen Kanälen wie verrückt geteilt. Ein Riesenerfolg für die Werbeagentur Jung von Matt.

Da das Thema Erotik im Zuge der Genderdebatten mit allerhand Untiefen verbunden ist, haben sich alternativ besonders skurrile Themen in der Werbung durchgesetzt“, erklĂ€rt Journalist, Autor, und Corporate Story Architect JĂŒrgen Zietlow, der Content u. a. auch fĂŒr druckdeal.de verfasst.

Wenn Werbung provoziert

Aber auch provokante Werbungen, bei denen man annehmen könnte, sie wĂŒrde die EmpfĂ€nger eher verĂ€rgern, haben sich immer dann als besonders erfolgreich durchgesetzt, wenn sie das gewisse Etwas in sich tragen.

In einem anderen Artikel haben wir beschrieben, was die Agentur Goodby, Silverstein & Partners großartiges für Adobe erreicht hat. Die meisten Videos wurden virale Hits. Klicken Sie auf das Foto, um zu diesem Artikel zu gelangen.

Beispiele liefern die Spots der Agentur Goodby, Silverstein & Partners, die mit einer Serie aufwĂ€ndig erstellter Werbespots fĂŒr die Marketingcloud von Adobe angetreten sind. Über die Jahre haben die Macher dieser Werbungen fast immer virale Volltreffer gelandet.

„Die Beobachtungsgabe der Agentur fĂŒr die alltĂ€glichen Probleme von Marketern ist beachtenswert und kommt genau deshalb so gut an. Sie trifft den Nerv der Leute exakt. Viele Adressaten solcher Videos fĂŒhlen sich direkt angesprochen und mehr noch: sie erkennen sich in der Werbung selber wieder“
, so Zietlow.

GĂŒnstiges Guerilla-Marketing kann sehr effektiv

Wer das Geld fĂŒr aufwĂ€ndig erstellte Werbespots nicht aufbringen kann oder seine Printkampagne verstĂ€rken möchte, versucht es mit preisgĂŒnstigerem Guerillamarketing. Eine Disziplin, die sich fĂŒr manche Unternehmen zur wahren Cashcow entwickelt hat.

Interessante an Guerilla-Marketing ist die Chance, virale Erfolge zu erreichen, die weit über einen regionalen Werbeeffekt hinausragen.

Dabei kann Guerilla-Marketing sogar sehr gĂŒnstig sein und mit etwas GlĂŒck und der richtigen Idee kann sich sogar ein viraler Superhit daraus entwickeln. Gute Ideen werden in sozialen Netzwerken rasch weitergereicht.

Auch diese Kampagne eines Kameraherstellers zeigt, das gute Ideen von sozialen Netzwerken und Bloggern gerne aufgegriffen werden – das bringt extra Reichweite.

Guerilla-Marketing funktioniert hĂ€ufig auch mit gewissen Provokationen. So oder so basieren diesbezĂŒgliche Erfolge immer auf sehr ausgefallenen Ideen. 

Ein Hingucker. Wieder zeigt sich, dass die Kampagne hier vom Netz getragen wird und weit mehr Aufmerksamkeit einfährt als einen regionalen Effekt.

HĂ€ufig genĂŒgt also schon eine besonders kreativer Einfall, um wenigstens StadtgesprĂ€che zu werden, wenn nicht mehr. Die kreative Bloggerszene vereint gigantische Zugriffszahlen. Sie berichtet fieberhaft und ohne Ablass ĂŒber gute Guerilla-Kreationen und leitet sie in die sozialen Netze weiter, wo sie zusĂ€tzlich geteilt werden. 

Schon etwas Àlter, aber dennoch raffiniert in Szene gesetzt.

KreativitĂ€t ist auch fĂŒr pfiffige Drucksachen sehr wichtig, gerade, wenn sie neben der Funktion einer reinen InformationsĂŒbermittlung konkrete Ergebnisse wie gute RĂŒcklĂ€uferquoten erwirtschaften sollen.

Gedrucktes Guerilla-Marketing am Beispiel BMW

Sehr hĂ€ufig werden bestimmte Elemente im Guerillamarketing gedruckt. Dabei geht’s hĂ€ufig vielleicht gar nicht immer darum, durch virale Hits viele Menschen erreichen zu wollen. Manchmal zielten die Agenturen gar nicht auf die virale Aufmerksamkeit der Medien oder von Bloggern.

Riesenerfolg auch für BMW. Eigentlich nur für Fluggäste gedacht, hat die Marke zusätzliche Reichweite über zahlreiche Medien eingefahren.

Dass die BWM-Plakat-Aktion, die im Zuge der Frankfurter Automesse auf dem Dach einer Fabrikhalle installiert wurde, nur fĂŒr einige FluggĂ€ste gedacht war, die allein das gigantische Druckwerk beim Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen sehen konnten, kann jedoch bezweifelt werden.

In diesem Falle hat eine sehr ehrgeizige Idee kluger Marketingstrategen alleine dazu gefĂŒhrt, dass die bayerische Automarke weltweit eine riesen Aufmerksamkeit fĂŒr Ihr Plakat der Superlative erreicht hat – und das war wohl auch der Wunsch der Initiatoren. 

Glatte Haut mit Nivea? Auch eine Form, das Thema in Szene zu setzen. Wer wagt, gewinnt.

An allen diesen Beispielen zeigt sich, dass Guerillamarketing mit dem kreativen Umfeld von Drucksachen im Zusammenspiel perfekt funktioniert. Guerillamarketing wird also vor allem durch KreativitĂ€t und durch perfekte Ideen getragen, die quasi fĂŒr sich selbst sprechen und meistens ohne viele Worte auskommen.

Auch diese Idee prÀgt sich ein und erreicht definitiv mehr Betrachter als FahrgÀste in dem Bus.

Je kreativer und ausgefallener die Idee, desto besser der virale Effekt

Wenn Agenturen also wissen, dass der Erfolg guter Kampagnen lĂ€ngst nicht immer am finanziellen Aufwand wie bei den Spots fĂŒr EDEKA oder Adobe oder wie im Falle von BMW hĂ€ngt, bleibt die Frage, warum nicht mehr in dieser Richtung passiert. 

Appetitlich und auffĂ€llig. Ein emotionaler Moment fĂŒr durstige Besucher. So einfach die Idee erscheinen mag. Man muss erstmal darauf kommen.

Auch fĂŒr Drucksachen gilt: Aufmerksamkeit gewinnt

Viele benutzen eine werbende Drucksache auch heute noch, um schlicht eine Botschaft zu ĂŒbermitteln. Solche Prints sehen dann ggf. nett aus, fallen aber nicht auf.

Digitale Werbungen, so auch Suchmaschinenmarketing, sind zwar notwendig, hĂ€ufig jedoch naturbedingt grundsĂ€tzlich emotions- und ideenlos – eine AdWords-Anzeige hat kaum Platz fĂŒr pfiffige Werbetexte. Alternativ können frech gestaltete und kreativ entwickelte Drucksachen hier nach wie vor Großes leisten und stellen sich nicht schlechter als modernere WerbekanĂ€le.

Darum lĂ€sst sich sagen, dass KreativitĂ€t besonders bei gedruckten Werbungen greift, da sich durch Design, Konzept, Botschaft, Veredelungen, Formatierungen und das Material viele verrĂŒckte Ideen realisieren lassen. 

Hier dürfte der Plan der gewesen sein, direkt auf einen viralen Hit abzuzielen. Das Bild wurde fleißig geteilt.

Werbende Drucksachen als virale Einzelhits behandeln

Ausnahmslos jede hochwertige und erfolgreiche Drucksache basiert auf dieser Gesamtarchitektur. Sie besteht aus einer gut durchdachten gesamtstrategischen Funktion, beispielsweise durch bestimmte Handlungsaufforderungen (Call-to-Action). Das können Interaktionen mit Landingpages im Internet sein, die durch QR-Codes oder Augmented-Realilty-Funktionen angeboten werden.

Zudem kommt der Botschaft eine wesentliche Rolle zu. Was soll der EmpfĂ€nger wissen? Diese getextete Basisbotschaft wird durch die Interaktionsmöglichkeiten, wie beschrieben, aber auch durch das grafischen Design und durch die Form des Druckwerks massiv verstĂ€rkt – denken wir an Formstanzungen oder besondere Formate, die von ĂŒblichen Normen abweichen.

Gutes Design und pfiffige Ideen haben ihrem Preis. Wer den nicht zu zahlen bereit ist, spart am falschen Ende.

Schließlich spielt das Material eine wesentliche Rolle und ist Teil dieser gedruckten Architektur. Sowohl der Bedruckstoff als auch besondere Elemente der Veredelung, wie Folien, Relieflack etc. bilden die Grundlage fĂŒr das haptische Erleben beim EmpfĂ€nger und lassen enorm viel Raum fĂŒr DIE Idee. 

Tipp: Wenn die Funktionen, Ideen und Konzepte, Interaktionsangebote, Botschaften, das Design, die Form und die Haptik perfekt korrespondieren, kann eine an sich schon responsestarke Drucksache zudem sogar noch zum viralen Hit werden.

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